Kräfte konzentrieren - Ja, aber wo?

Key Factor Was ist der entscheidende Punkt, wenn es um persönliche und gemeindliche Weiterentwicklung geht? In der Natürlichen Gemeindeentwicklung wird dieser Punkt „Minimumfaktor“ genannt. Richtig verstanden weist er die Tür zu mehr geistlicher Balance, Gesundheit und Wachstum.

Online-Video mit Christian A. Schwarz (4-5 Min.)

Lesetipp:
Farbe bekennen mit Natürlicher Gemeindeentwicklung, S. 125-135.

September 10, 2009 in Natürliche Gemeindeentwicklung | Permalink | Artikel verschicken | Kommentare (0)

Gedruckt: Das neue Buch von Christian A: Schwarz "Die 3 Farben deiner Spiritualität"


September 2, 2009 in Books, Natürliche Gemeindeentwicklung , News | Permalink | Artikel verschicken | Kommentare (0)

Trinitarischer Kompass – Was ist das denn?

ThreeColor

Das Herzstück der Natürlichen Gemeindeentwicklung (NGE) ist ein geistlicher Kompass. Eine Orientierungshilfe, die Balance in die Gottesbeziehung bringt und hilft, Gott in seiner Fülle zu erleben. Warum dieser Kompass so wichtig ist, erklärt der Leiter des internationalen Instituts für Natürliche Gemeindeentwicklung (NCD International).

Online-Video mit Christian A. Schwarz (4-5 Min.)

Lesetipp:
Farbe bekennen mit Natürlicher Gemeindeentwicklung, S. 45-79.

August 31, 2009 in Natürliche Gemeindeentwicklung | Permalink | Artikel verschicken | Kommentare (0)

Willkommene „Begleiterscheinungen“

Fruits Gesunde Entwicklungsprozesse in Kirchengemeinden anstoßen und fördern – darum geht es der Natürlichen Gemeindeentwicklung (NGE). Was kann die gewöhnliche Ortsgemeinde realistischerweise von einem NGE-Prozess erwarten?

Online-Video mit Christian A. Schwarz (4-5 Min.)

Lesetipp:
Farbe bekennen mit Natürlicher Gemeindeentwicklung, S. 9-43.

August 20, 2009 in Natürliche Gemeindeentwicklung | Permalink | Artikel verschicken | Kommentare (0)

Coaching & Inspiration auf Twitter

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Sie haben schon persönlich von Coaching profitiert. Sie schätzen gute Fragen. Kleine, aber regelmäßige Impulse – mitten im Alltag. Impulse, die Sie persönlich voran bringen. Dann schauen Sie doch vorbei auf http://twitter.com/intercoach.

Christoph Schalk, langjähriger Coach und Diplom-Psychologe, "zwitschert" Ihnen regelmäßig eine Coaching-Frage oder einen inspirierenden Impuls - damit Sie dran bleiben und sich weiterentwickeln.

Den Twitter-Einträgen können Sie im Browser folgen, aber auch in vielen E-Mail-Programmen per RSS-Feed abonnieren oder in der Vista-/Google-Seitenleiste per Gadget anzeigen. Und natürlich auf dem Handy. Mehr dazu unter twitter.com.

Juli 31, 2009 in > Aktuell: Seminare und Angebote <, Coaching, Gemeinde-Innovation, Gemeindegründung, Leitung, Methodik, Natürliche Gemeindeentwicklung , News, OQM, Paradigmen | Permalink | Artikel verschicken | Kommentare (0)

NGE - "der angenehmere Weckruf für Gemeinden"

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Welche praktischen Erfahrungen und Fortschritte die Christian and Missionary Alliance (C&MA) - in den USA und weltweit - mit Natürlicher Gemeindeentwickung (NGE) gemacht hat, berichtet John W. Fogal, Pastor und Coachtrainer.

In den 1980er Jahren hatte die C&MA den Ruf, eine der am schnellsten wachsenden Denominationen in den USA - und stärker noch im Ausland durch unsere starke Betonung auf Mission - zu sein. Dieses Wachstum hält bis heute an, aber in einem langsameren Tempo. Als wir uns genauer damit beschäftigten, stellten wir fest, dass das Wachstum nur von der Gründung neuer Gemeinden und einem geringen Prozentsatz stark wachsender Gemeinden ausging.

Bei näherer Betrachtung der im Jahr 2000 bestehenden C&MA-Gemeinden stellten wir fest – nachdem wir die 10% der am stärksten wachsenden Gemeinden außen vor gelassen hatten -,  dass die verbleibenden 90% der Gemeinden bis zum Jahr 2007 einen Rückgang in den Besucherzahlen von 34.000 zu verbuchen hatten (Gesamtbesucherzahl im Jahr 2007 lag bei 281.000). Mit jedem weiteren Jahr verschlechterten sich die Zahlen. Wir nutzten jede Gelegenheit, um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen - und allmählich begannen die Leute zu sehen, dass etwas getan werden musste. Den Leitern wurde klar, dass wir unsere Betonung auf Gemeindegründung beibehalten und gleichzeitig auf eine gesunde Entwicklung der bestehenden Gemeinden Wert legen mussten. Denn nur eine gesunde Gemeinde würde auch in der Lage sein, ihrer Berufung entsprechend zu leben.

Wir beobachteten weiterhin, dass die Leiter der Gemeinden zwar Gemeindewachstumsseminare besuchten, voller Begeisterung nach Hause kamen, dann aber auch ganz schnell wieder in die alten Fahrwässer gerieten. Sie hatten eine gute, biblisch fundierte Dienstphilosophie, waren aber meistens nicht in der Lage, diese Philosophie auch in die Praxis umzusetzen. Also begannen wir damit, über die Vorteile einer zuverlässigen, objektiven Messung der Gesundheit einer Gemeinde nachzudenken. Das geeignetste Instrument dafür schien uns, der NGE-Fragebogen zu sein. Folgende Vorteile überzeugten uns:

  • Durch eine NGE-Auswertung erhält die Gemeinde den am wenigsten schmerzhaften Weckruf, der sie gleichzeitig zum Handeln motiviert.
  • Der NGE-Test ist mit einer „Bodenanalyse“ oder in der Humanmedizin mit der „Blutuntersuchung“ im Rahmen eines jährlichen medizinischen Check-up zu vergleichen.
  • Er gleicht einer Augenuntersuchung, die zuerst erfolgen muss, damit die Brille individuel angepasst werden kann.Der Optiker verschreibt ja auch nicht automatisch seine eigene Brille, nur weil er selbst mit ihr besser sehen kann.
  • Er befähigt Gemeindeleiter dazu, proaktiv zu handeln anstatt einfach nur zu reagieren.
  • Er ermöglicht es, die Fortschritte der Gemeinde zu überprüfen.
  • Er gibt Gemeindegliedern (nicht dem Pastor oder einem externen Berater) die Gelegenheit zu sagen, was notwendig ist. Werden betroffene Menschen in Prozesse mit einbezogen, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass sich etwas verändert.
  • Er weist die Gemeinde auf das hin, was der Veränderung bedarf, um als Gemeinde gesünder zu werden.
  • Er identifiziert rechtzeitig den Problembereich, so dass dieser bearbeitet werden kann.
  • Er hilft dabei, eine biblisch fundierte Dienstphilosophie in die Praxis zu übersetzen.

In der Durchführung haben wir einen schmalen Grat beschritten: Einerseits arbeiteten wir mit Gemeindeleitern, die auf NGE vorbereitet und entschlossen waren, den ganzen Prozess zu durchlaufen. Andererseits stellten wir den Fragebogen auch Gemeindeleitern zur Verfügung, die den NGE-Ansatz nicht kannten – in der Hoffnung, dass das NGE-Ergebnis ihrer Gemeinde sie zum Handeln motivieren würde. Schnell wurde uns aber klar, dass wir die Einstiegshürde höher legen mussten. Zu viele Gemeinden führten den NGE-Test durch, ohne anschließend auf der Grundlage ihres Ergebnisses weiterzuarbeiten. Schnell kamen solche Gemeinden zu dem Schluss, dass NGE nicht funktioniere. Ihre Enttäuschung darüber, dass sich ihre Probleme nicht im Handumdrehen lösen ließen, ermutigte andere Gemeinden gerade nicht dazu, sich auf NGE einzulassen.

In der Anfangsphase versuchten wir Gemeinden auszuwählen, die relativ gesund waren (wir brauchten schnelle Erfolge). Die anderen Gemeinden sollten jedoch nicht denken, dass das Thema Gemeindegesundheit nur für Gemeinden relevant sei, die sozusagen in den letzten Zügen lagen. Wir stellten deshalb immer wieder die Frage: „Ist Ihre Gemeinde so gesund, wie sie sein könnte?“ Die universale Antwort war natürlich: „Nein“.

Von Anfang an sahen wir auch den Bedarf an Coaching. Etwa 90% unserer Gemeinden brauchten externe Unterstützung. Wir fanden das NGE-Coachtraining hierbei äußerst hilfreich. Heute haben wir einen zertifizierten NGE-Coachtrainer in den Diensten der C&MA.

Einige Ergebnisse (Stand: Januar 2009)

Fast 20% aller C&MA-Gemeinden in den USA haben bis heute mit dem NGE-Gemeindetest gearbeitet. Viele Ortsgemeinden haben ermutigende Geschichten zu erzählen. Ein Beispiel: Der zuletzt durchgeführte zweite NGE-Test einer Gemeinde (18 Monate nach dem ersten Durchgang) zeigte eine deutlich verbesserte Qualität (Durchschnittswert stieg von 28 auf 62 Punkte). Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Gottesdienstbesuch von 50 auf 85. In der Gemeinde herrscht nun eine völlig neue Atmosphäre.

Etwas mehr als 100 unserer Gemeinden haben den Fragebogen inzwischen zum zweiten Mal ausgefüllt. Nicht alle von ihnen arbeiteten mit einem Coach. Die aber, die es taten, verbesserten ihre Gesundheitswerte im Durchschnitt um 8,2 Punkte. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Gottesdienstbesuch um etwa 20%.

Unsere Lernerfolge

  • Durchhaltevermögen. Es handelt sich um einen langsamen und manchmal entmutigenden Prozess. Man sollte meinen, dass eine Gemeinde bereitwillig auf den Zug aufspringt, wenn sie sieht, was Gott durch NGE tut (weltweit und in der C&MA). Aber es gibt starke Kräfte, die eine Gemeinde davon abhalten, sich dem Gemeindetest zu unterziehen und gesünder werden zu wollen. Ausdauer ist gefordert. Neuen Antrieb bekommen wir immer wieder durch die ständig neuen Erkenntnisse und Materialien der internationalen NGE-Leiter. Sie sind für uns ein großes Vorbild an Beständigkeit und stetiger Weiterentwicklung.

  • Momentum. Es scheint Gipfel zu geben, für die man besonders viel geistliche Energie braucht, um sie zu erklimmen. Beispielsweise lassen sich manche Personen schnell auf etwas Neues ein („early adopters“), andere aber („middle adopters“) müssen mehr (oder anders) für den NGE-Prozess motiviert werden. Zu bestimmten Zeiten im Jahr gibt es Flauten, die besondere Maßnahmen bedürfen, um wieder in Schwung zu kommen.

  • Fokus. Wir neigen dazu, uns zu verzetteln, indem wir unseren Gemeinden ein ganzes Buffet an Ideen und Materialien anbieten. Das ist oft nicht sehr effektiv. Die Erkenntnis, dass NGE prinzipienorientiert und nicht programmorientiert arbeitet, hat uns geholfen. Wir konnten uns auf einen sehr grundlegenden Prozess konzentrieren, der in jeder einzelnen Gemeinde eine individuelle Anwendung findet.

  • Zielgerichtete Unterstützung. Der verantwortlichen Person innerhalb einer Denomination muss klar sein, wie wichtig es ist, dass Gemeinden zu einer gesunden Entwicklung ermutigt und darin positiv unterstützt werden. Diese Person muss es verstehen, Gemeinden für den NGE-Prozess zu gewinnen. Es hat sich bewährt, dafür jemanden hauptamtlich einzusetzen, der nur dafür zuständig ist, den Überblick über diesen Dienst zu behalten und Gemeinden darin zu unterstützen, gesünder zu werden. Wenn dafür extra ein Hauptamtlicher abgestellt wird, spricht das Bände in Bezug auf die Wichtigkeit dieses Themas.

  • „Verfechter“ für gesunde Gemeindeentwicklung. Es ist relativ einfach zu sagen, dass es wichtig ist, sich um die Gesundheit von Gemeinden zu kümmern. Allzu oft unterwerfen wir uns aber der Tyrannei des Dringlichen. So können wir auf lange Monate zurückblicken, in denen wir zwar gute Absichten hatten, aber nichts dafür getan haben, um Gemeinden dabei zu helfen, gesünder zu werden. Es muss jemanden geben, der sich für gesunde Gemeindeentwicklung einsetzt und nie aufgibt.

  • Training. So viele NGE-Coaches auszubilden wie möglich muss das Anliegen des Verantwortlichen in der Denomination sein. Es gibt Pastoren, die eine oder zwei Gemeinden ein Jahr lang durch den NGE-Prozess hindurch coachen können, zusätzlich zu ihren normalen pastoralen Verpflichtungen. Wir müssen sie finden und entsprechend ausbilden. Aber wir haben auch gelernt, dass es am Anfang sinnvoll ist, den Hauptteil dieser Aufgabe jemandem zu übertragen, der sich vollzeitlich darum kümmern kann. Diese Person wird der Mentor für die NGE-Coaches.

  • Paradigmenwechel. Für viele Gemeinden ist es nicht leicht, den Paradigmenwechsel, weg von quantitativen Zielen und hin zu qualitativen Zielen, zu vollziehen. Ziele, die sich auf die Anzahl der Gottesdienstbesucher richten, sind uns so in Fleisch und Blut übergegangen, dass selbst diejenigen unter uns, die auf eine gesunde Gemeindeentwicklung Wert legen, dazu neigen, ihre Effektivität an Besucherzahlen zu messen. Wir kämpfen hier einen langen, harten Kampf – der aber gewonnen werden kann.

  • NGE-Coaches als Ermutiger. Keine Gemeinde plant zu stagnieren oder zu schrumpfen. Wenn es aber geschieht, suchen solche Gemeinden oft erst dann Hilfe, wenn es zu spät ist. Deshalb müssen die Leiter auf Denominationsebene aktiv werden, ohne dabei aufdringlich zu sein. Der „erfolgreiche“ Pastor/die „erfolgreiche“ Gemeinde sucht Hilfe von einem außenstehenden Berater und macht von neuen Ressourcen Gebrauch. Der beste Weg, um Pastoren oder Laienleiter für NGE zu gewinnen, besteht darin, ihnen Geschichten zu erzählen. Geschichten von dem, was Gott in anderen Gemeinden, die sich gewissenhaft dem NGE-Prozess unterzogen haben, getan hat. Wir haben auch gelernt, dass man die NGE-Coaches in erster Linie als Ermutiger sehen muss, die den Pastoren und Gemeinden zur Seite stehen – und sie nicht nur zur Rechenschaft ziehen.

  • NGE-Detailanalyse. Wir haben als Denomination eine ProfilPlus-Detailanalyse erstellen lassen. Es ist ein unschätzbar wertvolles Instrument, und ich würde jeden Gemeindeverband dazu ermutigen, sich eine Detailanalyse erstellen zu lassen. Wenn Sie die Analyse betend studieren, werden Sie viel über die Kultur Ihrer Gruppierung lernen und daraus großen Gewinn für die zukünftige Planung ziehen. Aus dem Bericht können Sie die relativen Stärken und Schwächen ablesen, wie auch das Zusammenspiel einzelner Fragen des Fragebogens. Beim Vergleich der Testergebnisse über mehrere Jahre können Sie auch erkennen, ob es Bereiche gibt, in denen sich nichts verändert hat. „Energieumwandlung“ sollte Veränderung nach sich ziehen. Wenn wir Energie investieren und es tut sich nichts, dann sollten wir die Blockaden und Widerstände herauszufinden versuchen. Das Ganze ersetzt natürlich nicht den regelmäßigen Gemeindetest der lokalen Gemeinde oder die Anwendung grundlegender biblischer Prinzipien auf individueller Basis. Die Detailanalyse der Denomination gibt den Leitern aber einen Rahmen, der ihnen hilft, ihre Gemeinden in einer gesunden Entwicklung wirkungsvoll zu unterstützen.

Rev. John W. Fogal, Sr. ist ordinierter Pastor der Christian and Missionary Alliance (C&MA). Er arbeitete 22 Jahre als Gemeindepastor und danach 18 Jahre als Superintendent. Seit seiner Ausbildung zum NGE-Coach im Jahr 1999 hat er über 200 Gemeinden durch den NGE-Prozess gecoacht. 2004 ließ er sich als NGE-Coachtrainer lizensieren und ist nun für die Ausbildung und Schulung der NGE-Coaches zuständig.

Juli 21, 2009 in Leitung, Natürliche Gemeindeentwicklung | Permalink | Artikel verschicken | Kommentare (0)

Training-Podcast: Liebevolle Beziehungen

Liebevolle Beziehungen Im letzten Teil dieser Audio-Serie zur Natürlichen Gemeindeentwicklung (NGE) geht es um das Qualitätsmerkmal "Liebevolle Beziehungen".

Das Audio-Training von Christoph Schalk ist wie alle anderen Aufnahmen auch auf Englisch.

Loving Relationships (12 MB, 34 min)

 

Bisherige Teile der Serie:

  1. Introduction to Natural Church Development (23 MB, 1:06 Stunden)
  2. The NCD Cycle (1) (19 MB, 54 min)
  3. The NCD Cycle (2) (17 MB, 49 min)
  4. The NCD Cycle (3) (18 MB, 51 min)
  5. The NCD Cycle (4) (19 MB, 54 min)
  6. The Biotic Principles (1) (21 MB, 58 min)
  7. The Biotic Principles (2) (21 MB, 60 min)
  8. Coaching (1) (19 MB, 54 min)
  9. Coaching (2) (17 MB, 49 min)
  10. Change Management (20 MB, 54 min)
  11. Die häufigsten Fragen zur NGE (25 MB, 1:10 Stunden)
  12. Empowering Leadership (16 MB, 44 min)
  13. Gift-oriented Ministry / Gift Counseling (21 MB, 57 min)

Juni 30, 2009 in Natürliche Gemeindeentwicklung | Permalink | Artikel verschicken | Kommentare (0)

NGE-Wachstumsprognosen – Wohin führt der Weg?

Adam Johnstone

Gemeindeprofil3

Warum sollen wir uns mit Bereichen auseinandersetzen, in denen wir als Gemeinde sowieso schlecht sind? Was haben wir von den ganzen Forschungsdaten der Natürlichen Gemeindeentwicklung (NGE)?  Auch Adam Johnstone hat sich diese Fragen gestellt und motivierende Antworten darauf in den NGE-Wachstumsprognosen gefunden.

Fortschritte auf dem Weg zu einer gesünderen Gemeinde zu machen ist doch ganz einfach, oder?!

Sie müssen sich einfach nur – im Rahmen der Ihnen zur Verfügung stehenden Zeit und Mittel sowie der persönlichen Verpflichtungen – bewusst für eine bestimmte Zeit auf den Minimumfaktor Ihrer Gemeinden konzentrieren…

  • über den Sie am wenigsten wissen

  • den Sie vermutlich nicht mögen

  • in den Sie kein Geld oder Ihre besten Mitarbeiter investieren wollen

  • mit dem Sie bereits schlechte Erfahrungen gemacht haben


… und das alles mit der Verheißung, dass Sie irgendwann (vielleicht in ein paar Jahren) erleben, dass aus Rückgang leichtes Wachstum wird, oder aus leichtem Wachstum stärkeres Wachstum. Klingt nach einem Motivationslauf im Park der schönen Redensarten. Vielleicht kitten wir nach dem Mittagessen mal rasch den Weltfrieden. Und abends stoppen wir noch schnell die Erderwärmung.

Natürlich können Sie, nachdem Sie "NGE gemacht haben", sagen, dass es zu schwer ist und sich auf die Suche nach einem leichteren Programm machen, das Ihre Gemeinde zu zukünftigem Wachstum führen wird. Doch nach einer Weile werden Sie (genau wie viele andere auf der ganzen Welt, die aus diesem Grund ausgestiegen sind, nun aber zurückkommen) vielleicht dazu zurückkehren, weil Sie erkennen, dass man allgemein anwendbaren Prinzipien nicht so leicht entkommen kann und Sie sich auf die eine oder andere Weise damit auseinandersetzen müssen, wenn Sie langfristiges Wachstum Ihrer Gemeinde und Ihrer Gemeindeglieder erleben wollen.

Sie haben nun die Wahl:

  1. Entweder helfen Sie den Schlüsselpersonen Ihrer Gemeinde jetzt, sich mit dem persönlichen geistlichen Training und der Veränderung, die für den NGE-Prozess notwendig ist, vertraut zu machen.
  2. oder

  3. Sie helfen den Schlüsselpersonen Ihrer Gemeinde später, sich mit dem persönlichen geistlichen Training und der Veränderung, die für den NGE-Prozess notwendig ist, vertraut zu machen.

Die Herausforderung

Ich überlegte mir also, dass nach 10 Jahren NGE-Forschung und bei einer Unmenge an Daten und Zahlen etwas Motivierendes herausspringen müsste. Wir sollten doch in der Lage sein, Leitungsteams eine bessere Vorstellung davon zu geben, was sie tatsächlich von ihren Anstrengungen erwarten können, wenn sie ihre Ergebnisse ernst nehmen und sich mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Verstand und ganzer Kraft auf den NGE-Trainingsprozess einlassen.

Was sind NGE-Wachstumsprognosen und warum setzen wir sie ein?

Mit der Hilfe von Christoph Schalk beschäftigte ich mich mit den NGE-Daten, um herauszufinden, welche Wachstumsrate eine durchschnittliche Gemeinde im Zusammenhang mit unterschiedlich hohen Qualitätsniveaus erfährt. Ich machte mich dabei nicht auf die Suche nach „Halleluja“-Geschichten, sondern auf eine Reise in die Welt eines durchschnittlichen Leitungsteams einer durchschnittlichen Ortsgemeinde.

Die Ergebnisse versetzten mich gelinde ausgedrückt  in Erstaunen.

BelowAverGerman 

Das obige Beispiel zeigt, wie das über zehn Jahre prognostizierte Wachstum einer Gemeinde mit einem Gottesdienstbesuch von durchschnittlich 50 Erwachsenen und Kindern und einem Qualitätsdurchschnitt  von 20 aussieht (Durchschnittswert der 8 Qualitätsmerkmale im NGE-Gemeindeprofil). Das folgende Beispiel zeigt das prognostizierte Wachstum einer Gemeinde derselben Größe, wenn der Qualitätsdurchschnitt nicht bei 20, sondern bei 80 liegt.

AboveAverGerman 

Wohin könnten Sie mit Gott gelangen?

Nachfolgend finden Sie eine weitere Version der NGE-Wachstumsprognose. Sie zeigt das Wachstum derselben Gemeinde im Zusammenhang mit sechs Qualitätsbandbreiten (in unterschiedlichen Farben dargestellt). Auf der rechten Seite der Grafik dieser potenziellen Wachstumsprognose werden Sie den größer werdenden Abstand zwischen den Linien bemerken. Dieser stellt die zunehmende Multiplikationsdynamik dar, die sich automatisch einstellt, wenn eine Gemeinde ein höheres Maß an Gesundheit erreicht – dann multipliziert sich die Anzahl der Nachfolger Jesu, die Anzahl der Kleingruppen und schließlich die ganze Gemeinde.

GrowthProjectionGerman

Sehr aufschlussreich ist die Ballung von Linien über der "in einem Jahr"-Marke. Auch wenn es aus Sicht der Qualität einen großen Unterschied zwischen der niedrigsten und der höchsten Linie ausmacht, ist der Unterschied rein auf die Zahlen bezogen an diesem Punkt sehr gering, besonders wenn man diese Veränderung auf 12 Monate streckt. Dieser zahlenmäßige Unterschied verändert sich natürlich dramatisch zum Ende der zehn Jahre. Bis dahin jedoch kann die "in einem Jahr"-Marke als nüchterne Erinnerung daran dienen, wie natürlich multiplizierendes Wachstum geschieht. Sonst könnte man die Erfolgsgeschichte einer Megagemeinde hören oder in einem Zug die Apostelgeschichte lesen und dem Irrglauben in die Falle gehen, dass alles Wachstum über Nacht geschieht – statt über Jahrzehnte.

Abgesehen von den verblüffenden Wachstumsmöglichkeiten, die eine Gemeinde (egal welcher Ausgangsgröße) hat, wenn sie sich auf ihre Gesundheit konzentriert, können Sie auf der Grafik "Mögliche Wachstumsprognosen" eine Reihe weiterer wichtiger Faktoren erkennen, die gesunde Gemeinden am "gesünderen" Ende des Spektums aufweisen – Faktoren, die zeigen, dass zahlenmäßiges Wachstum an sich nur der Anfang ist.

Die oben vorgestellten Grafiken zu Wachstumsprognosen wurden inzwischen in alle NGE-Detailanalysen (z.B. ProfilPlus) aufgenommen und führen schon jetzt zu einer nachweislich höheren Nüchternheit, Motivation und Konzentration der Leitungsteams, die mit dem Ansatz der Natürlichen Gemeindeentwicklung arbeiten.

Adam Johnstone ist als Nationaler Partner der Natürlichen Gemeindeentwicklung für Australien und das Inselforum Südpazifik zuständig.

Juni 20, 2009 in Natürliche Gemeindeentwicklung | Permalink | Artikel verschicken | Kommentare (0)

NEU! NGE-Forschungsblog Online

6a00d8341e500653ef0112798216c928a4-100wi Die Welt steht nicht still. Sie hat sich in den letzten Jahren verändert, und mit ihr auch die christlichen Gemeinden und Kirchen weltweit. Die Frage sei also erlaubt: Treffen die ursprünglichen Forschungsergebnisse – wie sie in dem Buch Natürliche Gemeindeentwicklung veröffentlicht wurden – noch zu? Wie aktuell sind sie heute noch?

Als das Buch Natürliche Gemeindeentwicklung (NGE) 1996 zum ersten Mal erschien, wurde ein neues Kapitel in der internationalen Diskussion über Gemeindewachstum aufgeschlagen. Mehr noch: In den folgenden Jahren entwickelte sich eine weltweite Bewegung von christlichen Gemeinden und Kirchen, die auf eine gesunde Gemeindeentwicklung Wert legten. Heute zählen mehr als 60.000 Gemeinden in über 70 Ländern zu dieser wachsenden Bewegung.

Die internationale NGE-Bewegung (englische Abkürzung: NCD)

Der neue NCD Research Blog – offizieller Forschungsblog des Instituts für Natürliche Gemeindeentwicklung International (NCDI) in englischer Sprache – greift die ursprüngliche NGE-Forschung und ihre Ergebnisse aus den Jahren 1994-1996 auf. Damals wurden Fragebogendaten von 1.188 Kirchen und Gemeinden in 32 Ländern ausgewertet.

NCD International wird nun die aktuelle Datenbank (fast 60.000 Gemeinden) heranziehen und auswerten, um die Ergebnisse, die vor mehr als 10 Jahren publiziert wurden, zu bestätigen oder zu widerlegen. Beim Nachgehen „alter“ Fragestellungen soll es jedoch nicht bleiben. Neue Erkenntnisse sollen gewonnen, hinzugefügt und auf dem Blog der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Es lohnt sich also, den NCD Research Blog regelmäßig zu besuchen und sich in Sachen NGE-Forschung auf dem Laufenden zu halten.

Letzter Blog-Eintag: Gift-based Ministry Revisited (1)

Möchten Sie automatisch über neue Blog-Einträge informiert werden sobald diese online erscheinen? Dann abonnieren Sie bitte den (kostenlosen) Feed (siehe Link „Subscribe to this blog’s feed“ in der unteren linken Ecke des Blogs).

Artikel-Bibliothek:

Kontakt: NCD International (office@ncdnet.org)


 

Juni 10, 2009 in Natürliche Gemeindeentwicklung , News | Permalink | Artikel verschicken | Kommentare (0)

Training-Podcast: Gabenorientierter Dienst

Gabenberatung

In Teil 13 dieser Audio-Serie zur Natürlichen Gemeindeentwicklung (NGE) geht es um das Qualitätsmerkmal "Gabenorientierte Mitarbeiterschaft" und die Frage, wie man ein Gabenberatungsgespräch durchführt.

Das Training von Christoph Schalk ist wie alle anderen Aufnahmen auch auf Englisch.

Gift-oriented Ministry // Gift Counseling (21 MB, 57 min)

Bisherige Teile der Serie:

  1. Introduction to Natural Church Development (23 MB, 1:06 Stunden)
  2. The NCD Cycle (1) (19 MB, 54 min)
  3. The NCD Cycle (2) (17 MB, 49 min)
  4. The NCD Cycle (3) (18 MB, 51 min)
  5. The NCD Cycle (4) (19 MB, 54 min)
  6. The Biotic Principles (1) (21 MB, 58 min)
  7. The Biotic Principles (2) (21 MB, 60 min)
  8. Coaching (1) (19 MB, 54 min)
  9. Coaching (2) (17 MB, 49 min)
  10. Change Management (20 MB, 54 min)
  11. Die häufigsten Fragen zur NGE (25 MB, 1:10 Stunden)
  12. Empowering Leadership (16 MB, 44 min)

Mai 29, 2009 in Natürliche Gemeindeentwicklung | Permalink | Artikel verschicken | Kommentare (0)