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Klaus Eickhoff: Harmlos - Kraftlos - Ziellos
Kirchen und Gemeinden kommunizieren professionell, aber immer weniger Menschen hören zu. Klaus Eickhoff, Pfarrer, Evangelist und Autor nimmt die Predigtkultur unter die Lupe und zeigt Wege auf, wie christliche Gemeinde wieder „sagen kann, was sie glaubt, und glaubend lebt, was sie sagt“.
Das umfangreiche Buch ist aus einer Dissertation entstanden und behält diesen wissenschaftlichen Charakter bei. Gut gegliedert, sehr fundiert und sehr ausführlich setzt sich Eickhoff mit dem Anspruch und der Wirklichkeit unserer Predigtkultur auseinander. Dabei schlägt er durchaus kritische Töne an. Er kommt aus dem biblischen Befund zu dem Schluss, dass Kirche gesendet ist, um Menschen zu retten und daher auch eine Predigt diesem Sendungsanspruch gerecht werden muss (was sie viel zu oft nicht schafft, aus teilweise gut nachvollziehbaren Gründen und in den besten Absichten).
Wie die Predigt wieder zur „Sammlung zur Sendung“ beitragen kann, beschreibt Eickhoff ausführlich im dritten Teil des Buches. Er geht auf die Rolle der Gaben ein und wie sie sich zielgerichtet/sendungsgerichtet einsetzen lassen – und zwar die Gaben der ganzen Gemeinde, nicht nur die der Prediger. Predigt soll wieder kraftvoll, klar, verbindlich und führend sein. Menschen wollen geführt werden, und zwar hin zum gebenden Gott, zum ewigen Leben, zu einer persönlichen Gottesbeziehung, zu einem realistischen Zukunftsbild, zu politischer Bürgernähe und vor allem zur „Sammlung der vollendeten Gemeinde“.
Sehr viele fundierte und praktische Anregungen, die zur Umsetzung einladen. Je nach Leser erweist sich die Stärke des Buches - die sehr fundierte und umfangreiche Darstellung - als Schwäche: Man braucht schon gutes Durchhaltevermögen für die fast 450 Seiten, die zudem durch die unterschiedlichen Schriftgrößen eher schwer lesbar sind. Aber es lohnt sich.
Juli 31, 2009 in Rezensionen | Permalink | Artikel verschicken